"Schnelles Internet für alle"

Antrag der CDU-Fraktion sieht ein Gesamtkonzept für die Stadt vor

Es tut sich etwas beim Breitbandausbau im Mühlenkreis. Auch in Espelkamp profitieren viele Haushalte vom Masterplan des Kreises Minden-Lübbecke und erhalten bald einen Anschluss an das schnelle Internet - die Bauarbeiten sind gut im Zeitplan.

Es werden dabei Grundstücke berücksichtigt, die nach Angaben der Telekommunikationsunternehmen nicht versorgt sind. „Es gibt aber Anbieter, besonders in Teilen von Vehlage und Fiestel, die zwar ein schnelles Internet versprechen, aber in der Realität überhaupt nicht einhalten“, teilt Friedhelm Meier für die CDU-Fraktion im Rat der Stadt Espelkamp mit. „Deshalb wird es auch nach dem Ausbau immer noch Haushalte ohne schnelles Internet geben. Das ist für uns als CDU-Fraktion untragbar.“
Woran liegt das? Für die Telekommunikationsunternehmen ist die Versorgung des ländlichen Raums unwirtschaftlich. Deshalb hat es eine Ausschreibung für „unterversorgte Gebiete“ (unter 30Mbit) gegeben. Von dem europaweit ausgeschriebenen Auftrag entfallen auf Espelkamp 2172 Haushalte. Die Kosten von etwa 12 Mio. € teilen sich Bund (50%), Land (40%) und die Stadt Espelkamp (10%).
Dem Vernehmen nach ist ein weiteres Förderprogramm geplant, in dem den auch Haushalte mit einer Geschwindigkeit von unter 50 Mbit fallen. „Hier möchten wir als CDU am Ball bleiben, um möglichst schnell noch mehr Haushalte mit einem zukunftsfähigem Internet-Anschluss ausstatten zu können“, so Fraktionsvorsitzender Wilfried Windhorst weiter.
„Wir möchten erreichen, dass diejenigen, die jetzt nicht von der Umsetzung des Breitband-Masterplanes profitieren, danach schnellstmöglich einen Glasfaseranschluss erhalten und es schnelles Internet für alle gibt. In unserem Antrag beauftragen wir die Verwaltung, ein Gesamtkonzept für die ganze Stadt samt ihrer Ortschaften zu erstellen. Dabei soll geprüft werden, ob dieses Ziel durch Maßnahmen der Stadt Espelkamp in Eigenregie oder gegebenenfalls auch in Kooperation mit den umliegenden Städten und Gemeinden zu erreichen ist.“

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