Katholischer Kindergarten St. Marien wird ausgebaut

Politiker informieren sich über Bau-Vorhaben – Corona beeinflusst Alltag

02.12.2020, 10:21 Uhr | Bianca Winkelmann

Der Platz im katholischen Kindergarten St. Marien ist eng geworden. Doch damit soll nun Schluss sein, die Einrichtung steht vor dem Ausbau. Die heimische Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann, Bürgermeister Dr. Henning Vieker und der Geschäftsführer der Kath. Kita Minden-Ravensberg-Lippe gem. GmbH Detlef Müller haben sich nun über den aktuellen Stand ausgetauscht.

„Die Anmeldezahlen gehen konstant nach oben und insbesondere die Nachfrage bei U3-Plätzen wird immer größer“, erklärte ihnen Einrichtungsleiterin Gaby Riesner. Aktuell sind 83 Kinder in der Einrichtung untergebracht, wobei eine Gruppe mangels Platzes bereits übergangsweise im Pfarrzentrum der Kirchengemeinde untergebracht ist. „Ziel ist es, dass Kinder im  Kinderhaus ausreichend Platz, Sicherheit und letztlich auch eine schöne Spiel- und Lernumgebung mit Spielplatz erfahren, in der sie sich wohlfühlen können. Dies ist vor allem wichtig für Kinder, deren Wohnsituation von Enge, Unsicherheit und einem mangelhaften Umfeld geprägt ist. Die Einrichtung kann hier eine Art zweites Zuhause bieten“, so Gaby Riesner.

Alleinstellungsmerkmal

„Als Träger sind wir sehr froh, dass unsere einzige katholische Kita im Kreis Minden-Lübbecke so gut angenommen wird und investieren gerne in den Ausbau“, erklärte Detlef Müller. „Für uns liegt gerade diese Einrichtung am Herzen, da hier die katholischen Christen in der Minderheit sind. Aber es ist bezeichnend, dass die Ökumene praktisch umgesetzt wird und wir viele Kinder aus verschiedenen Konfessionen betreuen dürfen“, so der Vertreter der Träger-GmbH. „Seit 2009 haben Kirchengemeinden im Erzbistum Paderborn die Möglichkeit, die Betriebsträgerschaft über ihre Kindertageseinrichtung auf eigens gegründete gemeinnützige GmbHs zu übertragen. Die aufwändige Betriebsführung wurde auch von der katholischen Gemeinde St. Marien Espelkamp abgegeben, während die Verantwortung für die pädagogische und pastorale Ausrichtung vor Ort bleibt.“

KiBiz-Reform

Bianca Winkelmann freut sich über den Schritt zur Erweiterung: „Mit der Ausbau-Garantie hat die NRW-Koalition eine wesentliche Entscheidung zugunsten unserer Kindergärten im Land getroffen“, sagt die Christdemokratin. Diese Garantie ist Teil des überarbeiteten Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) in NRW. „Es sind viele wichtige Punkte auf den Weg gebracht und das bisherige KiBiz vom Kopf auf die Füße gestellt worden. Außerdem investieren wir ab diesem Kita-Jahr zusätzlich rund 1,3 Milliarden jährlich in NRW. Wichtig ist mir bei all den Änderungen aber auch, dass wir im Dialog mit Eltern, Trägern und dem Personal in den Einrichtungen regelmäßig überprüfen, was gut läuft und wo noch nachjustiert werden muss.“

Alltagshelfer

Im Gespräch mit Kita-Leitung und Träger interessierte Bianca Winkelmann auch die Corona-Situation: „Als Soforthilfe haben wir die Möglichkeit der Alltagshelfer eingeführt und jetzt bis zum Sommer 2021 verlängert“, erklärte Bianca Winkelmann. „Im Kindergarten fallen gerade jetzt viele zusätzliche Tätigkeiten, wie die Desinfektion der Tische an. Dafür können Alltagshelfer eingestellt werden. Die Mittel sollen insbesondere zur Finanzierung zusätzlicher Hilfskräfte im nichtpädagogischen Bereich sowie der Entlastung für die nicht vorhersehbaren gesteigerten Kosten für Arbeitsschutz- und Hygieneausrüstung dienen. Es gibt auch die Möglichkeit, diese Alltagshelfer im Anschluss zu qualifizieren, vielleicht wechselt jemand dann in den Pädagogischen Bereich.“